Aus der Reihe Lebenskünstler: Renate Ourth
zwei Produktionen in einer inszenierung der salzburger grande-dame
Ab 12. März bis 31. März steht die österreichische Regisseurin im Mittelpunkt unseres Programmes im Odeïon Kulturforum Salzburg.
„Zwei Regiearbeiten von Renate Ourth präsentieren wir im Märzprogramm des Odeïon Kulturforum Salzburg: „Gletscher“ von Margareth Obexer und „The Medium“, eine Oper von Peter Maxwell Davies. Renate Ourth war für mich, wie für viele andere auch, über viele Jahre Schauspiellehrerin, Regisseurin und Theaterleiterin, die mit unermüdlichem Einsatz, mit Herz, Hirn und Verstand am Aufbau des Salzburger Schauspielhauses wesentlich mitgearbeitet hat. Sie verstand Ensemblepflege als eine Kunst, die die Grundlage für eines der größten freien Ensembletheater Österreichs gelegt hat. Umso mehr Freude macht es mir, dass ich nach langen Jahren Gelegenheit habe, zwei aktuelle Regiearbeiten der Salzburger Regisseurin im Odeïon zeigen zu können.“ Reinhold Tritscher
angaben zur person
Schauspielerin seit 1975, Bühnenreifeprüfung in München. Als eine der ersten weiblichen Regisseurinnen im deutschen Sprachraum schuf sie erste Inszenierung: „Der Turm“ von Peter Weiss im Jahre 1982. Anschließend bekam sie Verträge im theaterorganisatorischen Bereich am Landestheater Salzburg. 1988 nach dem Tod ihres Mannes und Gründers der Elisabethbühne, Georges Ourth, erfolgte ihre Wahl zu künstlerischen Direktorin der E-Bühne.
Gastinszenierungen am Grand Théâtre Luxembourg, („Die Erwartung“, Oper v.A. Schönberg mit Günther Brus), beim Dramatikerfestival Innsbruck und mehrere Inszenierungen am Théâtre des Capucins. Seit 1988 Leiterin der Schauspielschule der Elisabethbühne und Theaterpädagogin.
Als Theaterleiterin gelangen ihr 1988 Kooperationen mit Theatern in Litauen und Moskau und eine Kooperation mit der Moskauer Kunsthochschule GITIS. Höhepunkt zweisprachig erarbeiteter Inszenierungen war die Zusammenarbeit mit dem russichen Regisseur Pjotr Fomenko. Ab 1992 übernahm Renate Ourth Lektorate an der Universität Salzburg und erhielt 1995 den Troll-Borostyani Preis der Stadt Salzburg. Unter ihrer Leitung übersiedelte die Elisabethbühne 1996 vom Kellerlokal unter der Elisabethbühne in den Petersbrunnhof. Ab 1997 war sie gesamtverantwortliche Intendantin und Leiterin der Schauspielschule an der Elisabethbühne - Schauspielhaus bis 2004.
1999 gehörte Renate Ourth zu den Gründungsmitgliedern des Festivals Neuer Musik StART. 2004 erhielt sie eine Auszeichnung für Verdienste um das kulturelle Leben der Stadt Salzburg. Ab 2005 erfolgten Inszenierungen, Museumsprojekte sowie Ausbildungs- und Übersetzungstätigkeiten.




