Aus der Reihe Lebenskünstler: Herbert Huber
Kunst für den REgenwald - Kunst aus dem Regenwald
Herbert Huber, Fotograf in Salzburg, begegnet Herbert Huber, Bauer und Dokumentarist, lebend in einem Dschungeldorf im peruanischen Regenwald
Zum Eröffnungsabend der Ausstellung präsentiert Herbert Huber am 23. Oktober 2010 sein Foto-Archiv mit Bildern zu den Schwerpunkten Theater, Tanz, Musik sowie Künstlerportraits, welche angefangen von den 70ern bis Mitte der 90er die Salzburger Kultur- und Kunstszene dokumentieren.
Seit seinem „Ausstieg“ 1997 hat sich Herbert Huber auf eine lange Pilgerreise begeben - Spanien, Afrika, Osteuropa… Seit der ersten Begegnung mit dem Regenwald im Jahr 2005 hat er eine neue Aufgabe gefunden. Nun wird der Lebenskünstler versuchen, den Spagat zwischen den verschiedenen Welten zu machen, Verbindung mit der eigenen Vergangenheit herzustellen. Neugierig erwartet er, was diese Verbindung bewirken kann. In den Resten seiner Vergangenheit lagern geschaffene Werte, mit denen er sich wieder auseinanderzusetzen hat.
Am besagten Tag wird er einen Querschnitt durch diese 25 Jahre soziokultureller, fotografischer Dokumentation seines „Teil-Seins“ der Salzburger Vergangenheit mit ca. 25 Schwarz-Weiß-Bildern an die Wand bringen; das Leben, das er ab Ende 2007 im Regenwald begonnen habe, ist fragmentarisch mit den unterschiedlichen digitalen Mitteln dokumentiert worden und wird in Form von Projektionen sichtbar gemacht werden, als Hinterbilderung der vorgetragenen Geschichten aus dem Regenwald.
Kunst für den Regenwald – Kunst aus dem Regenwald, unter diesem Titel wird ein anderer Teil des Archivs, der angesammelten Werte von früher, in den Kreislauf wiedereingebracht.
Des weiteren wird auch ein Kunst-Flohmarkt begonnen werden: Werke von Erwin Bohatsch, Arnulf Rainer, Günther Selichar werden gemeinsam mit vielen Werken unterschiedlichster Künstler auf die Suche gehen nach neuen Liebhabern, die sie auslösen und mit ihrem Beitrag helfen, die anstehenden Projekte im Regenwald weiterzuführen.
Herbert Huber über das Regenwaldprojekt:
„Die Borke und das weiche Splintholz verrotten und werden von symbiontischen Pilzen schnell in verfügbare Nahrung für die umstehenden Pflanzen verwandelt. Der Dschungel lebt „von der Hand in den Mund“; alles, was zu Boden geht, wird sofort umgewandelt und aufgenommen. Das harte Kernholz verschiedener Edelhölzer aber liegt über viele Jahre unverändert im sonst alles verdauenden Regenwaldboden. Haltbare Eckpfosten für die traditionellen Holzhütten werden aus den geraden, langen Stücken gemacht, Möbel und Kunst aus Ästen und Wurzelholz. Aus ebensolchen Wurzelholzstücken von „Palo Sangre“ (Blutholz) werden kulturübergreifende „Artefakte“ von Künstlern aus verschiedenen Ländern geschaffen. In Österreich bereitet als Erster Karl Heinz Kainberger die Objekte und Artefakte aus dem Regenwald mit energetisierten Metallspiralen und Flusssteinen auf. Diese Arbeiten werden ebenfalls an diesem Abend zum ersten Mal vorgestellt.“




