Rainermusik Salzburg

Militärmusik hat in Österreich große Tradition. Historisch gewach­sen ist sie die Kom­bination der natio­nalen Elemente des mul­tikulturellen Viel­völkerstaates Öster­reich-Ungarn. Unter den militäri­schen und kultu­rellen Ein­flüssen des 19. Jahrhunderts ent­stand schließlich die Regimentsm­usik. Ihr Klang war gewisser­maßen ein Spiegelb­ild der Monar­chie und lebt noch heute in der bodenständi­gen Blas­musik der Nach­folgestaaten weiter. Trotz aller posi­tiven Entwicklun­gen der letzten Jahre ver­danken die heu­tigen Blasmusikka­pellen Öster­reichs zweifel­los ihre instru­mentale Zu­sammensetzung, ihre Art zu musizier­en und das daraus resultie­rende Klang­bild  ganz wesent­lich den Mili­tärmusikkapellen und –kapellmeis­tern des 19. und frü­hen 20. Jahr­hunderts.

Oberstes Ziel des Ver­eins (offizieller Name:  „Traditionsmusik­kapelle des k. u. k. Infanterieregi­mentes „Erzherzog Rai­ner“ Nr. 59“ (Rainermu­sik Salzburg)) ist die Pflege der altösterrei­chischen Blasmusik­tradition. Musikern aus den Kapellen des Bundeslands und darüber hinaus wird bei uns die Möglichkeit geboten, seriöse, mit­teleuropäische Lite­ratur auf gehobenem Amateurniveau zu spielen. Das Orchester will außerdem dazu bei­tragen, die Erinne­rung an das ehema­lige Salz­burger k.u.k. Hausre­giment und an dessen Musikka­pelle hoch zu halten.

 

Im Mittelpunkt des Spielguts steht wie erwähnt die Literatur des mitteleuropäi­schen Raums aus der Zeit bis in die Zwan­zigerjahre des vorigen Jahr­hunderts.

Selbstverständ­lich gehören daher an­sprechende, zeitgemäße Arrangements von  Kompositionen der Strauß Dynas­tie, Juli­us Fuciks, Franz von Suppés, Karl Kom­zàks, Franz Lehàrs oder Carl M. Zieh­rers (z. B. das militärische Tonge­mälde vom „Traum eines Österrei­chischen Reservisten“) zu unserem Reper­toire.

Die beliebten österrei­chischen Traditi­onsmärsche sind für uns natürlich eine Selbstverständlich­keit. Darüber hinaus hat das Orchester be­reits zwei Tonträger mit historischen Märschen der alten Regi­mentskapelle aufgenom­men. Sie wurden nach intensiver Forschungs­arbeit eigens für das Orchester ar­rangiert. Dabei wurde speziell darauf ge­achtet, dem Klang­bild und der Auffüh­rungspraxis der k.u.k. Mili­tärmusik möglichst treu zu bleiben.

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Termine

  • 15. 05. 2010 / 19:30 Uhr / SA