Elias Canetti „Komödie der Eitelkeit"
Nieder mit der Individualität
Was passiert, wenn der Staat gegen alle Eitelkeit vorgeht und sämtliche Spiegel und Bilder verbietet?
Ausgangspunkt und Grundeinfall des 1934 entstandenen Dramas von Elias Canetti ist eine staatliche Verordnung wider die Eitelkeit: Die Vernichtung sämtlicher Spiegel, Fotografien und Filme wird befohlen und dadurch eine Massenhysterie ausgelöst, ein Bild- und Spiegelvernichtungstaumel. Menschen opfern mit ihren Spiegel-Bildern auch ihre menschliche Substanz, alle, die zur Bilderverbrennung strömen, werden vom Fanatismus der Massen mitgerissen.
Für die 12. Klasse ist Canettis immer noch zeitgemäßes Drama und Macht und Ohnmacht das letzte Gemeinschaftswerk vor dem Waldorfschulabschluss. Die unter der sachkundigen Leitung von Jurek Milewski und der Theaterpädagogin Christa Stierl erstellte Inszenierung ist für die Schulgemeinschaft der krönende Abschluss des Schuljahres.





