Fremd in der Fremde „Barfuß Nackt Herz in der Hand"
barfuss nackt herz in der hand
Am 29. Mai 1993 verübten rechtsradikale Jugendliche einen Brandanschlag auf das von einer türkischen Familie bewohnte Haus in Solingen. Zwei Frauen und drei Kinder sterben dabei in den Flammen und hinterlassen eine grausame Leere und Schmerzen bei den Hinterbliebenen.
Im Mittelpunkt des Abends steht das Theaterstück „Barfuß Nackt Herz in der Hand” mit Jurij Diez, das unmittelbar nach dem Pogrom in Solingen von dem aus Teheran stammenden und in Köln lebenden Ali Jalaly geschrieben wurde. Das Stück ist ein Monolog voller Kontraste, der das Publikum nicht nur in ein Wechselbad von Gefühlen eintaucht, sondern auch Alis erster Versuch ist, mit den schrecklichen Geschehnissen der Brandnacht fertig zu werden, sich ein letztes Mal von seiner Familie zu verabschieden aber gleichzeitig sich zu erinnern und nicht zu vergessen.
Diese Erinnerung durch das Stück, die nicht anklagend ist, weil sie keine Unschuldigen schuldig spricht, ist ganz besonders wichtig. Nicht nur, weil sie die Verlorenen in unseren Herzen lebendig hält, sondern auch das einzig wirksame Mahnmal gegen die Verbrechen der Fremdenfeindlichkeit ist.
mitwirkende
Katrin Kazubko, Regie
Spieldauer: 80 Minuten
Im Anschluss an das Stück Publikumsgespräch mit Jurij Diez und dem Autor Ali Jalaly.
Termin
- 18.02. 2012 / 19.30 Uhr / SA
Tickets
| Kat. A | |
| Erwachsene: | € 19 |
| Ermäßigt: | € 14 |
| Kind: | € 9 |
Reservierung per Mail und Telefon
Veranstalter
Studiobühne EXTRA, München
Odeïon Kulturforum Salzburg






